Harpa: Tod unserer Islandstute durch Ultraschall
[11.08.2003 • Autor: Ulla Römer-Schmidt]


Freitagnachmittag sind wir noch durch die Felder spaziert, Harpa, unsere 25jährige Islandstute und ich. Samstagnacht standen wir vor einer der schwersten Entscheidungen.

Harpa hatte wieder einmal mit ihren Hormonen zu kämpfen. Sie hielt sich dann immer für einen Hengst, deckte die 7jährige Stute und war recht aggressiv. Das hatte sie 2-3mal im Jahr. Nicht weiter tragisch. Schnell ein Zäunchen gezogen, den Paddock unterteilt. Harpa kriegte dann für 1-2 Wochen ihr „Separé“. Da wir auf einem Bauernhof im Duisburger Süden als Selbstversorger mit eigener Wiese stehen, ist das kein Problem.

Zufällig traf ich den Tierarzt auf dem Hof und fragte ihn, ob er etwas gegen diese Hormonstörungen tun könne. „Wir geben ihr etwas. Ich schaue vorher nur mal rein.“ Freitagabend wurde dann eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Dabei ist sie im Darm sehr schwer verletzt worden. 1 Stunde später war sie in der Bergischen Tierklinik Heiligenhaus. Sie wurde 3 Stunden lang (bis 2.30 Uhr) operiert. Der Darm war auf einer Länge von 12 cm eingerissen. Die Ärzte dort haben wirklich alles gegeben. Doch die Verletzung war so schwer, dass wir sie 24 Stunden später einschläfern lassen mussten.

Nie werde ich Harpas Blick vergessen, als ich ihren Kopf hielt, während sie einschlief. Ich glaube, sie wusste, dass sie sterben wird...dabei war sie bis dahin kerngesund. Danke Harpa für die letzten 16 gemeinsamen Jahre!








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