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Die Geburt des Pegasus
[04.10.2009 • Autor: Esaah Sallaib]


Guten Tag, mein Name ist Pegasus, weil ich weiße Flügelchen auf dem Rücken habe. Auf meiner Kruppe ist bis zum Schweifansatz ein schwarzes Herz und an jeder Seite jeweils noch ein kleines Flügelchen.
Ich wurde am 14. April morgens um 10:45 geboren. Meine Mama heißt Diana vom Grenifjall und mein Papa Fengur vom Grenifjall – ihm sehe ich sehr ähnlich - ist ein Nachkomme von Tyr vom Rappenhof und der Sohn meiner Omi Sida frá Eyrarbakka. Meine Familienherde ist groß und alle Pferde sehr lieb, wir wohnen in Neuheilenbach in der Eifel auf großen Wiesen.

Auf den folgenden drei Bildern bin ich drei Tage alt.




Nun möchte ich Euch gerne von meinem ersten richtigen Erlebnis, meiner Geburt, erzählen. Das war anstrengend und spannend zugleich.
Mama hat Esaah gerufen, sie ist unser Menschen-Pferd und bei fast allen Geburten der Pferdekinder dabei, aber meistens vergisst sie ihren Fotoapparat.


Elf Monate verbrachte ich die Zeit im Bauch meiner Mama, nun plötzlich wurde es ganz hell um mich.


Die Hebamme, die meiner Mama bei meiner Geburt half, heißt Garina vom Grenifjall. Esaah nennt sie immer Christkind. Sie ist eine Tochter der Gletta frá Oedegard und Fáni frá Hafsteinsstödum. Garina passt auf, dass Ruhe um uns herum herrscht und die anderen Pferde nur zuschauen, uns aber nicht bei unserem Geburtserlebnis stören.
Als ich aus meiner Mama kam, gab Garina mir den ersten Begrüßungskuss.


Die anderen Pferdemamas stehen mit ihren Kleinen, die im vergangenem Jahr geboren wurden, ganz in unserer Nähe.
Die Pferdekinder dürfen mich ganz vorsichtig begrüßen.


Meine Hinterbeine sind noch nicht ganz aus meiner Mutter, nur mein Kopf und die Vorderfüße schauten schon aus der Fruchtblase heraus, aber die neue Welt  interessiert mich schon sehr.


Die Geburt war anstrengend, ich fühle mich sehr müde, meine Mama auch.


Plötzlich sehe ich den Kopf eines anderen Islandkindes, das kann schon stehen ...


Elska schmust mit meiner Mami ...




Die Kleinen unserer Gruppe geben mir eins nach dem anderen ein Küsschen (li. Foto).

Jetzt bin ich ganz auf dieser Welt; ist ein bisschen kalt hier, aber sehr interessant.
Die anderen Pferde behandeln mich wie kleinen Star. Wer weiß, vielleicht werde ich später auch Sternenfänger so, wie Eilifur (re. Foto).


Das Baby von Sunna kann schon stehen, na es ist ja auch schon einige Tage alt (li. Foto).

Mama leckt mich jetzt trocken ... (re. Foto).


... Elska würde wohl am liebsten schon mit mir spielen ... (li. Foto).

Bald steh’ ich auf (re. Foto)!


Ich versuch’s gleich, Freunde und dann tölten wir um die Wette!


Huch, das ist nicht so einfach, habt noch etwas Geduld mit mir!


Auweia, welch ein Kraftakt ... Hau .. ruck ... gleich bin ich oben (li. Foto)!

Hilfe, meine Beine ... dabei wollte ich doch ... (re. Foto)!


Elifur und Elska unterstützen mich, damit ich nicht umfalle. Nette Kumpels, das muss man schon sagen (li. Foto).

Sie geben sich die größte Mühe. Achtung ... Festhalten (re. Foto)!!!


Juchuuuu, oben bin ich jetzt schon mal! Aber die Balance ... (li. Foto).

Jetzt stehe ich da, ich kleiner Pferdebub und Tante Sunna kümmert sich um mich, damit Mama sich noch etwas ausruhen kann. Das ist nicht in allen Herden so, hab ich mir sagen lassen, aber bei uns wird größter Wert auf gutes Sozialverhalten gelegt (re. Foto).


Die ersten Schritte sind getan, wenn auch noch wacklig aber immerhin. Aus der stehenden Perspektive wirken die anderen auch gar nicht mehr so groß, und sie riechen gut ... (li. Foto).

Ich hab immer noch weiche Knie und sehe bestimmt ziemlich albern aus ... (re. Foto).


... aber bald werde ich mit euch spielen können.


Wer sagt`s denn, ich stehe, geht doch – auch wenn Eilifur mich immer noch etwas stützt (li. Foto)!

Jetzt muss ich mich erst mal wieder hinlegen, meine Mama richtig begrüßen und ihr etwas Liebes ins Öhrchen flüstern (re. Foto).


Einige Pferdekinder aus unserer Familie dürfen später, wenn sie bereits größer sind und schon einen Teil der Schule hinter sich haben, Menschenkindern helfen, die in die Schattenseiten des Lebens geraten sind. Manche dieser Menschenkinder sind krank, manche gewaltgeschädigt, oder hyperaktiv, haben Essprobleme, andere wieder sind hochbegabt.
Wir helfen den Kindern, damit sie zu einem natürlichen Gleichgewicht finden und sich mit der Natur verbinden können. Sie lernen, außer uns, bestimmte Walderlebnisse kennen. Auch beim Meditieren, Malen und vielen weiteren schönen Dingen lernen die Kinder, das verlorene Vertrauen zurück zu gewinnen. Zu uns kommen auch gerne Erwachsene, um auf spezielle Weise ihren alltäglichen Stress abzubauen und somit ihr Leistungspotential erheblich vergrößern zu können.

(Weitere Infos: Esaah Sallaib, Friedhofstr. 2, 54597 Neuheilenbach/Eifel, Tel.06563-962238)

(Ein kleiner Werkausschnitt der Gemälde von Esaah Sallaib kann unter www.kunst.ag/esaah.sallaib1 betrachtet werden, oder einfach Googlen mit Sucheingabe Esaah Sallaib. Bilder zu Esaahs Kinderhilfsprojekt, dem größten Kunstprojekt seiner Art, „Die Goldene Brücke“, gibt es unter http://kunst.ag/Die.Goldene.Bruecke zu sehen.)








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